Das Training kostet nichts. Alle unsere Mitglieder können kostenlos überall mittrainieren, egal von welchem Verein Sie kommen. Bei uns können Sie also täglich trainieren. Die Aktivitäten unserer Trainer sind ehrenamtlich. Wir sehen dies als unseren Beitrag einer sinnvollen Art der Vermeidung oder Begegnung von Gewalt und Übergriffen gegenüber Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen. Die Mitgliedschaft in einem unserer Sportvereine, (der Ihrem Wohnort am nächsten ist), ist wegen der Sportversicherung im BLSV wichtig. Wir verlangen keine weiteren Beiträge. Die Teilnahme an unseren sonstigen Veranstaltungen ist freiwillig. Trainingskleidung kann günstig per Sammelbestellung beschafft werden. Kommen Sie zu uns, wir freuen uns auf Ihr Probetraining und Schnuppern. Oft melden sich ganze Familien an, um endlich eine sinnvolle und gesunde Bewegungskunst zu erlernen. Unser Okinawa Karate und Kobudo hat nichts mit Sport zu tun, es ist ein Lebensweg und soll Sie nur auf Ihrem Weg beschützen. Quereinsteigern und Wieder-Beginnern helfen wir gerne weiter.
Wir respektieren die völlige Gleichstellung aller Menschen jeglichen Alters, Geschlecht, Hautfarbe, Sprache, Bildung, Herkunft, Nation und Religion. Für uns ist jedoch eine optimale Lesbarkeit der Inhalte auf unseren Seiten wichtig. Aus diesem Grund verzichten wir im Sinne eines erleichterten Verständnisses und Lesbarkeit auf die unterschiedliche Schreibweise von "m/w/d". Die Verwendung von personenbezogenen Wörtern soll als neutrale Formulierung und verkürzte Sprachform dienen, mit der wir ohne Diskriminierung alle Menschen gleichermaßen ansprechen und beinhaltet keine Wertung. Wenn wir also zum Beispiel die männliche Formulierung von Meister und Schüler verwenden, meine wir damit auch in gleicher Weise Meisterinnen und Schülerinnen, somit auch Menschen des Geschlechts "divers".
Dies sind die wichtigsten Regeln in der Turnhalle. „Dojo“ Der Zweck der Etikette und ihrer Einhaltung hat mehrere Aspekte: Die Etikette stellt eine Verbindung zur Geschichte dar. Die Verbundenheit mit der Geschichte bedeutet Kontinuität, Erkenntnis und Identität. Die Etikette ist ein wichtiger Faktor bei der Organisation der Arbeit des Trainers. Die Etikette regelt z.B. wann und wer sprechen darf, was getan werden soll und was nicht, usw. Die Erfahrungen zeigen, dass die Effektivität in den „DOJO höher ist, in denen die Etikette eingehalten wird, als dort, wo Unordnung herrscht. Die Regeln der Etikette sind nicht zur Unterdrückung bestimmt, sondern sie dienen dem Übenden selbst. Eine alte Weisheit sagt: "Wer die Form nicht erlernt, erlernt die Kunst nicht."(Konfuzius). Die Etikette ist ein wirksames Mittel zur Herausbildung bestimmter Haltungen. Auch wenn dies auf den ersten Blick nicht zu sehen ist, verändert das Einhalten einer bestimmten Etikette auch die innere Haltung. Der Schüler soll 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn im Umkleideraum sein. Hast und Eile vertragen sich nicht mit ernsthaftem Training. Zuspätkommen ist eine Unhöflichkeit gegenüber dem Trainer und den Schülern. Ist eine Verspätung nicht zu vermeiden, meldet sich der Schüler bei dem Trainer. Regelmäßiges Training ist wichtig für das Ablegen von Gürtelprüfungen. Kann jemand aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht regelmäßig zum Training kommen, so muss er ggf. einen Prüfungstermin aussetzen oder den Trainingsrückstand auf eine andere Art und Weise nachholen. Im „Dojo“ ist Ordnung und Sauberkeit zu halten. Das Rauchen, Trinken, Kaugummikauen und Essen im „Dojo“ ist untersagt. Da man mit einem Partner trainiert, hat man frisch gewaschen und mit sauberem Kampfanzug und kurz geschnittenen Finger- und Zehennägel zum Training zu erscheinen. Lange Haare sind zusammenzubinden und Schminke ist zu vermeiden.
Helmut Stadelmann kam 1958 als 10-jähriger in ein Internat. Zusätzliche Fächer wie musische und sportliche waren Pflicht. Als zwar großer, aber schwächlicher Schüler belegte ich Boxen und Judo. Hier konnte ich mich in den folgenden Jahren durchsetzen und behaupten. Später lernte ich über einen Freund, meinen ersten Trainer Herrn Victor van der Wijngaarden kennen. Bei diesem habe ich von 1970 bis 1980 Shotokan Karate in Fürth gelernt. Organisiert waren wir damals im Deutschen Karate Bund und manchmal blättere ich noch in dem damaligen so genannten Aktivitäten Pass, in dem viele, heute bekannte Namen stehen. Leider ist H. V. v. d. Wijngaarden viel zu früh verstorben. Ich begleitete ihn auf seinem letzten Weg.  Dieser erstklassige Trainer, Sportler und Weglehrer hat mich entscheidend geformt. Unter seiner Leitung durfte ich auch Prüfungen unter Herrn Hideo Ochi, Shihan und Träger des Bundesverdienstkreuzes und Großmeister Herrn Alfred Heubeck ablegen. Im Jahr 1980 bekam ich dann über einen Wohnungsnachbar in Nürnberg, Kontakt mit der Kampfkunst Taekwondo und war begeistert. Ich lernte den Großmeister Herrn Joachim Fries kennen, der mich sofort freundlich annahm. Die Vereinigten Sportschulen Nürnberg wurden von ihm gegründet und ebenfalls das System Allkampf kreiert. Bei Herrn Fries durfte ich die Taekwondo Meisterprüfung (damals Deutscher Judobund, Sektion Taekwondo), ablegen. Herr Fries trainierte sehr realitätsbezogen, und bildete mich 20 Jahre lang aus. Über Herrn Fries und seine liebe koreanische Gattin lernte ich auch Großmeister H. Kwon Jae Hwa kennen. Herr Kwon vertrat die klassische Version dieser Kampfkunst und ermöglichte mir den Schritt zum späteren Tang So Do. Durch meinen beruflichen Werdegang in einem japanischen Konzern, bekam ich in Japan Kontakt mit dem Okinawa Karate, welchem ich mich bis heute verschrieben habe.
Karate ist eine Kampfkunst, deren Geschichte sich sicher bis ins Okinawa des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt, wo einheimische okinawanische Traditionen (Okinawa Ti) mit chinesischen Einflüssen (jap. Shorin Kempo / Kenpo; chin. Shàolín Quánfa) zum historischen Tode (okin. Todi,) verschmolzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand dieses seinen Weg nach Japan und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von dort als Karate über die ganze Welt verbreitet. Inhaltlich wird Karate vor allem durch Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfegetechniken als Kern des Trainings charakterisiert. Einige wenige Hebel und Würfe werden (nach ausreichender Beherrschung der Grundtechniken) ebenfalls gelehrt, im fortgeschrittenen Training werden auch Würgegriffe und Nervenpunkttechniken geübt. Manchmal wird die Anwendung von Techniken unter Zuhilfenahme von Kobudowaffen geübt, wobei das Waffentraining kein integraler Bestandteil des Karate ist. Recht hoher Wert wird meistens auf die körperliche Kondition gelegt, die heutzutage insbesondere Beweglichkeit, Schnellkraft und anaerobe Belastbarkeit zum Ziel hat. Die Abhärtung der Gliedmaßen u. a. mit dem Ziel des Bruchtests (jap. Tameshiwari,), also des Zerschlagens von Brettern oder Ziegeln, ist heute weniger populär, wird aber von einzelnen Stilen immer noch betrieben. Das moderne Karate-Training ist fast nur noch sportlich orientiert. Das heißt, dass dem Wettkampf eine große Bedeutung zukommt. Diese Orientierung wird häufig kritisiert, da man glaubt, dass dadurch die Vermittlung effektiver Selbstverteidigungstechniken, die durchaus zum Karate gehören, eingeschränkt und das Karate verwässert wird. Wir vertreten dies auch und sehen uns nicht als Sportler. Natürlich messen wir uns auch mit Anderen, aber nur um zu wissen wo wir stehen.
Kobudo entstand im 16. Jahrhundert auf der Insel Okinawa. Zu dieser Zeit der japanischen Besatzung hatten Bewohner von Okinawa hohe Steuern zu bezahlen. Das Tragen von Schwertern und anderen Waffen war ihnen von der Besatzungsmacht verboten worden. Um sich gegen die besetzenden Samurais verteidigen zu können, entwickelten die Bauern und Fischer auf Okinawa Waffensysteme, bei denen sie landwirtschaftliche Geräte, Alltagsgegenstände und Werkzeuge zu Waffen umfunktionierten. Da diese nicht den Charakter von Waffen darstellten, war das Tragen dieser erlaubt. So wurde zum Beispiel der Dreschflegel zum Nunchaku und der Stock zum Bo. Tonfa wurde als Kurbel an Mühlsteinen verwendet. Da sich Kobudo parallel zum Karate entwickelte, entsprechen die Stellungen, Angriffe und Blockbewegungen denen des Karate. Kobudo und Karate bildeten früher eine Einheit. Erst im Laufe der Zeit trennten sich die Wege von Karate und Kobudo und werden jetzt langsam wieder zusammen geübt. Bei uns werden auch moderne Alltagsgegenstände schon immer in unsere Übungen mit einbezogen um einen nahen Bezug zur Realität zu schaffen.
Spezielles Training für Kinder und Jugendliche. Zuerst muss man sich als Unbekannter einmal vorstellen. Man sagt seinen Namen und wo man herkommt. Das muss man in der Turnhalle aber auch hören. Unsere Hallen sind oft groß und voll. Deswegen brüllen die Kids „lauter-lauter“. Wenn der Neuling diese Klippe mit Hilfe des Haupttrainers schafft, ist schon sehr viel gewonnen. Nun bekommt der „Sempai“, wenn nötig, eine Trainings-Mama oder Papa gestellt. Künftig und vor allem in der Anfangszeit übernehmen diese Partner viel, um Berührungsängste abzubauen. Nach einigen Trainingsstunden rennen sie schon allein in der Turnhalle rum. Wer hätte das gedacht? Karatetraining für Kinder gestaltet der Autor nach einem für viele Vereine und Verbände konträren Prinzip. Nach einer kurzen Gymnastik und einem kurzen Grundschultraining. Von großer Wichtigkeit ist das ständige Wiederholen des Lehrstoffes. Der Selbstverteidigungspart ist ebenfalls sehr wichtig, weil Erholungsphase, hier studieren wir die üblichen Verteidigungsstandarts ein, aber auch hier darf gelacht werden. Ganz wichtig ist Kata und Bunkai. Kinder und Jugendliche machen das mit Begeisterung und helfen somit Traditionen zu erhalten. Karate ist Kata und Kata ist Karate. Bunkai ist kurz ausgedrückt die Erklärung der Kata und deren Anwendung im Ernstfall. Unter Einhaltung des „Dojokun“ kommen wir dann über „Mokuso“ zum Ausklang und Abschied. In der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Karate haben wir viel dazugelernt und entwickeln uns ständig weiter. In Japan gehört diese Art von „Sporterziehung“ schon lange zum Schulalltag und minimiert die Gewaltbereitschaft- und Ausübung. Wir sehen diese Aktivitäten als gesunde Alternative zu Computerspielen und Co. Haben sie gewusst, dass die meisten unserer Kinder noch nicht mal ein Liegestütz und einen Klimmzug zustande bringen? Man könnte denken, dies sei nicht wichtig aber Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination und die Möglichkeiten der Selbstverteidigung sind gerade heute von großem Wert. Zwischenzeitlich werden unsere Anstrengungen schon ärztlich empfohlen und nützen auch Bewegungsgeschädigten, hyperaktiven und Koordinationsschwachen Kindern mit Konzentrationsmängeln. Neben einer guten frühzeitigen, ärztlichen Behandlung kann über Karate viel gewonnen werden. Dieses Training findet immer täglich ab 17 Uhr statt.
Selbstverteidigungskurse werden unübersehbar viele angeboten. Solide Angebote bekommen Sie von Volkshochschulen,  Sozialverbänden und den entsprechenden Ämtern. Diese haben kein so buntes Internetangebot, versuchen sich aber in präventiver Gewaltverhinderung und bieten entsprechende Veranstaltungen an. Die Preise bei diesen Organisationen sind moderat bis niedrig. Präventive Gewaltverhinderung findet im Vorfeld statt und kommt bei der unmittelbaren Gewaltanwendung zu spät. Das müssen Sie bitte richtig sehen. Man kann einer harmlosen Anmache mit Berührungsversuchen damit begegnen. Ob dieser unerwünschte Annäherungsversuch nun mit selbstbewusstem Verhalten oder entsprechendem angelernten Auftreten, (je nach Kursinhalt), erfolgreich abgelehnt wurde, ist letztlich egal. Hauptsache Sie haben diesen unbeschadet überstanden. Die Kurse bei den genannten Vereinigungen sind zu empfehlen und sensibilisieren zumindest die Teilnehmer. Auf Wunsch halten wir ebenfalls spezielle Kurse ab und unsere Referenten kommen wirklich vom Fach. Gleichzeitig ist Selbstverteidigung Hauptbestandteil in unserem Training.