Kosten:
Unser Training ist kostenlos. Die Aktivitäten unserer Trainer sind
ehrenamtlich. Wir sehen dies als unseren Beitrag einer sinnvollen
Art der Vermeidung oder Begegnung von Gewalt und Übergriffen
gegenüber Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die
Mitgliedschaft im Sportverein ist wegen der Versicherung im BLSV wichtig. Wir
verlangen keine weiteren Beiträge. Die Teilnahme an unseren sonstigen
Veranstaltungen ist freiwillig. Trainingskleidung kann selbst oder günstig per
Sammelbestellung beschafft werden. Kommen Sie zu uns, wir freuen uns auf
Ihr Probetraining und Schnuppern. Oft melden sich ganze Familien an, um
endlich eine sinnvolle und gesunde Bewegungskunst zu erlernen.
Karate:
Ist Kampfkunst, die sich sicher bis ins Okinawa des
19. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt, wo einheimische
okinawanische Traditionen (Okinawa Ti) mit chinesischen Einflüssen
(jap. Shorin Kempo / Kenpo; chin. Vereineder Ziegeln, ist heute weniger populär, wird aber von
einzelnen Stilen, auch von uns, immer noch betrieben. Das moderne
Karate-Training ist fast nur noch sportlich orientiert. Das heißt,
dass dem Wettkampf eine große Bedeutung zukommt. Diese Orientierung
wird häufig kritisiert, da man glaubt, dass dadurch die Vermittlung
effektiver Selbstverteidigungstechniken, die durchaus zum Karate
gehören, eingeschränkt und das Karate verwässert wird. Wir vertreten
dies auch und sehen uns nicht als Sportler. Natürlich messen wir uns
auch mit Anderen, aber nur um zu wissen wo wir stehen. Okinawa
Karate und Kobudo hat nichts mit Kampfsport zu tun, es soll Sie nur
auf Ihrem Lebensweg begleiten. Quereinsteigern und Wieder-Beginnern
helfen wir gerne weiter.
Kobudo:
Entstand im 16. Jahrhundert auf der Insel Okinawa. Zu dieser Zeit
der japanischen Besatzung hatten Bewohner von Okinawa hohe Steuern
zu bezahlen. Das Tragen von Schwertern und anderen Waffen war ihnen
von der Besatzungsmacht verboten worden. Um sich gegen die
besetzenden Samurais verteidigen zu können, entwickelten die Bauern
und Fischer auf Okinawa Waffensysteme, bei denen sie
landwirtschaftliche Geräte, Alltagsgegenstände und Werkzeuge zu
Waffen umfunktionierten. Da diese nicht den Charakter von Waffen
darstellten, war das Tragen dieser erlaubt. So wurde zum Beispiel
der Dreschflegel zum Nunchaku und der Stock zum Bo. Tonfa wurde als
Kurbel an Mühlsteinen verwendet. Da sich Kobudo parallel zum Karate
entwickelte, entsprechen die Stellungen, Angriffe und
Blockbewegungen denen des Karate. Kobudo und Karate bildeten früher
eine Einheit. Erst im Laufe der Zeit trennten sich die Wege von
Karate und Kobudo und werden jetzt langsam wieder zusammen geübt.
Bei uns werden auch moderne Alltagsgegenstände schon immer in unsere
Übungen mit einbezogen um einen nahen Bezug zur Realität zu schaffen.
Selbstverteidigung:
Solide Angebote kommen von
Volkshochschulen, Frauenvereinigungen, Sozialverbänden und den
entsprechenden Ämtern. Die Preise bei diesen Organisationen
sind moderat bis niedrig. Präventive Gewaltverhinderung findet im Vorfeld statt und kommt bei der
unmittelbaren Gewaltanwendung zu spät. Das müssen Sie bitte richtig
sehen. Man kann einer harmlosen Anmache mit Berührungsversuchen damit
begegnen. Ob dieser unerwünschte Annäherungsversuch nun mit
selbstbewusstem Verhalten oder entsprechendem angelernten Auftreten, (je
nach Kursinhalt), erfolgreich abgelehnt wurde, ist letztlich egal.
Hauptsache Sie haben diesen unbeschadet überstanden. Die Kurse bei
obigen Anbietern sind zu empfehlen und sensibilisieren zumindest
die Teilnehmenden. Auf Wunsch halten wir kostenlose, spezielle Kurse ab
und unsere Referenten kommen wirklich vom Fach. Gleichzeitig ist
Selbstverteidigung Hauptbestandteil in unserem Training.
Gymnastik:
(Bei uns Taiso und Meditation),
damit sollte das eigentliche Training beginnen. Man „wärmt“ sich
also in einem meist festen Zeitrahmen auf, um den Körper auf
kommende Belastungen vorzubereiten. Das ist nicht falsch aber meist
völlig plan- und systemlos. Oft ist der Schüler anschließend schon
fix und fertig, nicht mehr aufnahmefähig und somit ist jegliche
Lerntätigkeit und Übung sinnlos. In den klassischen, asiatischen
Bewegungskünsten findet man bei genauem Studium, die Gymnastik, also
Taiso, am Anfang eines jeden Trainings, ungetrennt als
weiterführendes Element eines ganzheitlichen Systems. Der Schüler
wird im Idealfall unmerklich von der Konzentrationsphase (Mokuso Zen
Meditation) zur Bewegung und Dehnung geführt und kann später, (nach
relativ kurzer Zeit) diese, sagen wir vorbereitenden Übungen, selbst
und überall in immer kürzeren Intervallen ausführen. Ernsthaft
betrieben gipfelt diese „Vorbereitungsphase“ über Mokuso, (modern
autogenes Training) in einer schnellen Einstellung auf
Unvorhergesehenes. Heute werden
von modernen Sportwissenschaftlern die früheren, allseits bekannten
und sogar in den Schulen noch praktizierten Gymnastikübungen als
meist schädlich erkannt. Mehr und mehr gewinnen östliche
Bewegungsmethoden wie Qigong, Taiji, etc., die Zustimmung der
westlichen Krankenkassen und somit werden auch diese, uralten
Künste, endlich ihren breiten Einzug bei uns finden.
Kinder:
Zuerst muss man sich als Unbekannter
einmal vorstellen. Man sagt seinen Namen und wo man herkommt. Das muss
man in der Turnhalle aber auch hören. Unsere Hallen sind oft groß und
voll. Deswegen brüllen die Kids „lauter-lauter“. Wenn der Neuling diese
Klippe mit Hilfe des Haupttrainers schafft, ist schon sehr viel
gewonnen. Nun bekommt der „Sempai“, wenn nötig, eine Trainings-Mama oder
Papa gestellt. Künftig und vor allem in der Anfangszeit übernehmen diese
Partner viel, um Berührungsängste abzubauen. Nach einigen
Trainingsstunden rennen sie schon allein in der Turnhalle rum. Wer hätte
das gedacht? Karatetraining für Kinder gestaltet der Autor nach einem
für viele Vereine und Verbände konträren Prinzip. Nach einer kurzen
Gymnastik und einem kurzen Grundschultraining. Von großer Wichtigkeit
ist das ständige Wiederholen des Lehrstoffes. Der
Selbstverteidigungspart ist ebenfalls sehr wichtig, weil Erholungsphase,
hier studieren wir die üblichen Verteidigungsstandarts ein, aber auch
hier darf gelacht werden. Ganz wichtig ist Kata und Bunkai. Kinder und
Jugendliche machen das mit Begeisterung und helfen somit Traditionen zu
erhalten. Karate ist Kata und Kata ist Karate. Bunkai ist kurz
ausgedrückt die Erklärung der Kata und deren Anwendung im Ernstfall.
Unter Einhaltung des „Dojokun“ kommen wir dann über „Mokuso“ zum
Ausklang und Abschied. In der Zusammenarbeit mit Kindern und
Jugendlichen im Karate haben wir viel dazugelernt und entwickeln uns
ständig weiter. In Japan gehört diese Art von „Sporterziehung“ schon
lange zum Schulalltag und minimiert die Gewaltbereitschaft- und
Ausübung. Wir sehen diese Aktivitäten als gesunde Alternative zu
Computerspielen und Co. Haben sie gewusst, dass die meisten unserer
Kinder noch nicht mal ein Liegestütz und einen Klimmzug zustande
bringen? Man könnte denken, dies sei nicht wichtig aber Beweglichkeit,
Ausdauer, Koordination und die Möglichkeiten der Selbstverteidigung sind
gerade heute von großem Wert. Zwischenzeitlich werden unsere
Anstrengungen schon ärztlich empfohlen und nützen auch
Bewegungsgeschädigten, hyperaktiven und Koordinationsschwachen Kindern
mit Konzentrationsmängeln. Neben einer guten frühzeitigen, ärztlichen
Behandlung kann über Karate viel gewonnen werden. Dieses Training
findet immer täglich in der ersten Stunde statt.
Gründer:
Helmut
Stadelmann kam 1958 als 10-jähriger in ein Internat. Zusätzliche
Fächer wie musische und sportliche waren Pflicht. Als zwar großer,
aber schwächlicher Schüler belegte ich Boxen und Judo. Hier konnte
ich mich in den folgenden Jahren durchsetzen und behaupten. Später
lernte ich über einen Freund, meinen ersten Trainer Herrn Victor van
der Wijngaarden kennen. Bei diesem habe ich von 1970 bis 1980
Shotokan Karate in Fürth gelernt. Organisiert waren wir damals im
Deutschen Karate Bund und manchmal blättere ich noch in dem
damaligen so genannten Aktivitäten Pass, in dem viele, heute
bekannte Namen stehen. Leider ist H. V. v. d. Wijngaarden viel zu
früh verstorben. Ich begleitete ihn auf seinem letzten Weg. Dieser
erstklassige Trainer, Sportler und Weglehrer hat mich entscheidend
geformt. Unter seiner Leitung durfte ich auch Prüfungen unter Herrn
Hideo Ochi, Shihan und Träger des Bundesverdienstkreuzes und
Großmeister Herrn Alfred Heubeck ablegen. Im Jahr 1980 bekam ich
dann über einen Wohnungsnachbar in Nürnberg, Kontakt mit der
Kampfkunst Taekwondo und war begeistert. Ich lernte den Großmeister
Herrn Joachim Fries kennen, der mich sofort freundlich annahm. Die
Vereinigten Sportschulen Nürnberg wurden von ihm gegründet und
ebenfalls das System Allkampf kreiert. Bei Herrn Fries durfte ich
die Taekwondo Meisterprüfung (damals Deutscher Judobund, Sektion
Taekwondo), ablegen. Herr Fries trainierte sehr realitätsbezogen,
und bildete mich 20 Jahre lang aus. Über Herrn Fries und seine liebe
koreanische Gattin lernte ich auch Großmeister H. Kwon Jae Hwa
kennen. Herr Kwon vertrat die klassische Version dieser Kampfkunst
und ermöglichte mir den Schritt zum späteren Tang Soo Do. Durch
meinen beruflichen Werdegang in einem japanischen Konzern, bekam ich
in Japan Kontakt mit dem Okinawa Karate, welchem ich mich bis heute
verschrieben habe. Es wurden Karate-Abteilungen in
Weilersbach, Neuses, Pretzfeld, Reuth, Poxdorf und Effeltrich
gegründet.
Etikette:
Dies sind die wichtigsten Regeln in der Turnhalle „Dojo“ Der
Zweck der Etikette und ihrer Einhaltung hat mehrere Aspekte: Die
Etikette stellt eine Verbindung zur Geschichte dar. Die
Verbundenheit mit der Geschichte bedeutet Kontinuität, Erkenntnis
und Identität. Die Etikette ist ein wichtiger Faktor bei der
Organisation der Arbeit des Trainers. Die Etikette regelt z.B. wann
und wer sprechen darf, was getan werden soll und was nicht, usw. Die
Erfahrungen zeigen, dass die Effektivität in den „DOJO höher ist, in
denen die Etikette eingehalten wird, als dort, wo Unordnung
herrscht. Die Regeln der Etikette sind nicht zur Unterdrückung
bestimmt, sondern sie dienen dem Übenden selbst. Eine alte Weisheit
sagt: "Wer die Form nicht erlernt, erlernt die Kunst
nicht."(Konfuzius). Die Etikette ist ein wirksames Mittel zur
Herausbildung bestimmter Haltungen. Auch wenn dies auf den ersten
Blick nicht zu sehen ist, verändert das Einhalten einer bestimmten
Etikette auch die innere Haltung. Der Schüler soll 5 Minuten vor
Unterrichtsbeginn im Umkleideraum sein. Hast und Eile vertragen sich
nicht mit ernsthaftem Training. Zuspätkommen ist eine Unhöflichkeit
gegenüber dem Trainer und den Schülern. Ist eine Verspätung nicht zu
vermeiden, meldet sich der Schüler bei dem Trainer. Regelmäßiges
Training ist wichtig für das Ablegen von Gürtelprüfungen. Kann
jemand aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht regelmäßig
zum Training kommen, so muss er ggf. einen Prüfungstermin aussetzen
oder den Trainingsrückstand auf eine andere Art und Weise nachholen.
Im „Dojo“ ist Ordnung und Sauberkeit zu halten. Das Rauchen,
Trinken, Kaugummikauen und Essen im „Dojo“ ist untersagt. Da man mit
einem Partner trainiert, hat man frisch gewaschen und mit sauberem
Kampfanzug und kurz geschnittenen Finger- und Zehennägel zum
Training zu erscheinen. Lange Haare sind zusammenzubinden und
Schminke ist zu vermeiden.
Ethik:
Wir respektieren die völlige Gleichstellung aller Menschen jeglichen
Alters, Geschlecht, Hautfarbe, Sprache, Bildung, Herkunft, Nation
und Religion. Für uns ist jedoch eine optimale Lesbarkeit der
Inhalte auf unseren Seiten wichtig. Aus diesem Grund verzichten wir
im Sinne eines erleichterten Verständnisses und Lesbarkeit auf die
unterschiedliche Schreibweise von "m/w/d". Die Verwendung von
personenbezogenen Wörtern soll als neutrale Formulierung und
verkürzte Sprachform dienen, mit der wir ohne Diskriminierung alle
Menschen gleichermaßen ansprechen und beinhaltet keine Wertung. Wenn
wir also zum Beispiel die männliche Formulierung von Meister und
Schüler verwenden, meine wir damit auch in gleicher Weise
Meisterinnen und Schülerinnen, somit auch Menschen des Geschlechts
"divers".
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